Timm Thaler

Originaltitel: Timm Thaler
Alternativtitel: Timm Thaler - Der Junge, der sein Lachen verkaufte
Herstellungsland: Deutschland
Erscheinungsjahr:  1979
Regie: Sigi Rothemund
 

Darsteller

Figur

Thomas Ohrner  Timm Thaler
Horst Frank  Baron de Lefouet
Richard Lauffen  Anatol
Bruni Löbel  Schwester Agatha
Stefan Behrens  Schiffskoch Heinrich
Marlies Engel  Annemarie Thaler
Gerhart Lippert  Friedemann Thaler
Heinz-Gerd Kübel  Herr de Santos
Iris Bebensee  Uschi
Susanne Bessen  Babsi
  
Laufzeit:ca. 318 Minuten
Altersfreigabe:ohne Altersbeschränkung
Unsere Empfehlung: alle Altersklassen
Genre: Abenteuer, Fantasy
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Kinder-Videokommentar

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Inhalt

Folge 1:
Der 12jährige Timm Thaler ist wegen seines Charmes und seinem unwiderstehlichem Lachen überall beliebt. Er lebt bei seinem Vater, der Pilot ist, und seiner netten Stiefmutter. Der Baron ist einer der einflussreichsten Geschäftsmänner der Welt, er ist eiskalt wie ein Stein und kann nicht Lachen. Er regiert die schlechte Häfte dieser Welt, doch um auch an gute Menschen heranzukommen, benötigt er ein Lachen, dass Vertrauen weckt. Hierzu will er um jeden Preis das Lachen von Timm Thaler haben. Doch dieser ist zu glücklich, um darauf zu verzichten, daher schmiedet der Baron zusammen mit seinem Gehilfen, dem teuflischen Anatol, einen intriganten Plan. Timms Vater soll bei einem Flugunfall sterben, damit Timm aus Trauer leichter auf sein Lachen verzichtet.

Folge 2:
Timm ist von dem Tod seines Vaters schwer getroffen. Er erfährt, dass sein Vater seine Lebensversicherung wegen seiner Wettschulden verpfändet hat. Doch der Baron bietet ihm einen Ausweg. Timm soll ihm sein Lachen verkaufen, im Gegenzug erhält Timm alle Schuldscheine seines Vaters und gewinnt fortan jede Wette, egal wie unwahrscheinlich sie auch sein mag. Ohne zu Wissen auf was er sich bei diesem Pakt einlässt unterschreibt Timm den Vertrag und ...

Folge 3:
Seit dem Timm nicht mehr lachen kann, ist er in der Klasse alles andere als beliebt. Er versucht sich zwar die Sympathien zurückzuwetten, doch das klappt nicht. Er will sein Lachen zurück und erfährt, dass der Baron in Lunopolis im Lande Arawanadi lebt. Doch bevor er sich auf der Suche nach dem Baron begibt, will er seiner Mutter helfen. Auf dem Haus liegt noch eine hohe Hypothek, die er durch eine Wette mit Losgewinnen tilgen will.

Folge 4:
Timm ist von Zuhause weggelaufen, um den Baron zu jagen. Er hat seiner Mutter die 80.000 Mark, die er gewonnen hatte, für die Hypothek hinterlassen. Am Hafen wird Timm von Hafenmeister Rickert aufgelesen und mit nach Hause genommen. Dort erfährt er, dass Arawanadi heute Vulkaninseln genannt werden, und dass noch am selben Abend ein Schiff seiner Rederei, die Livorno, zu den Vulkaninseln ausläuft. Erneut läuft Timm fort, um sich an Board zu schleichen, doch der Baron hat Wind davon bekommen und versucht dies zu verhindern. Er kauft die gesamte Reederei und ...

Folge 5:
Timm hat es geschafft unbemerkt auf die Livorno zu kommen und reist als blinder Passagier, wird jedoch während der Fahrt entdeckt. Die Nonne Schwester Agatha hat ihn sofort unter ihre Fittiche genommen. Auch im Schiffskoch Heinrich findet er einen Freund, doch der Baron versucht an Timm heranzukommen. Doch der Kapitän und Schwester Agatha weigern sich, Timm herauszugeben. Sie ...

Folge 6:
Timm ist auf der Vulkaninsel Arawanadi angekommen. Agatha und Heinrich bringen ihn erst einmal zu Agathas Freund, wo sie von alleine hinter Timms Geheimnis kommt. Sie will ihm helfen, sein Lachen zurück zu bekommen, doch dann wettet Timm, dass er der reichste Junge der Welt ist und ...

Folge 7:
Damit Timm seine Wette, dass er der reichste Junge der Welt ist, gewinnt, setzt ihn der Baron als seinen Universalerben ein. Sein Gehilfe Anatol bringt Timm standesgemäß in einer teuren Suite unter und bereitet ihn auf seine künftigen Verpflichtungen vor, die seine neue Position mit sich bringt. Als reichster Junge der Welt braucht er nicht mehr zu wetten, nur noch zu wünschen. Es scheint, dass sich Timm schnell an den Komfort gewöhnt und stößt Schwester Agatha und Heinrich böse vor dem Kopf, als sie ihm helfen wollen, indem er ...

Folge 8:
Während Timm in Luxus schwelgt, machen sich Agatha und Heinrich sorgen um ihn. Mit einem Geländewagen versuchen sie nach Lunopolis zu gelangen, während Timm den Geschäftspartnern des Barons vorgestellt wird. Als der Baron einen kleinen Unfall für Timms Freunde anordnet kann Timm die gefährliche Situation mit einer Wette in letzter Sekunde retten. Aber so schnell geben die beiden nicht auf. Bei einer Pressekonferenz, wo Timm vorgestellt wird, instruiert Agatha eine Journalistin nach dem Lachen von Timm zu fragen, woraufhin die Pressekonferenz abgebrochen wird. Timm will sein Lachen zurück, aus Verzweiflung läuft er davon und

Folge 9:
Timm ist vom Baron weggelaufen und soll von drei Handlangern wieder eingefangen werden, doch erneut kann ihm Schiffskoch Heinrich helfen, der mittlerweile einen Job in einem Restaurant angenommen hat. Aber Timm erkennt, dass er mit seinen Problemen alleine fertig werden muss und geht zum Baron zurück. Dieser fühlt sich in seiner überlegenen Stellung bestätigt und hegt große Pläne für Timm und ...

Folge 10:
Schwester Agatha und Heinrich versuchen erneut mit dem Geländewagen nach Lunopolis zu fahren, um Timm aus den Klauen des Teufels zu befreien. Da der Baron gerade eine große Gesellschaft gibt, gelingt den beiden das Unterfangen, sie platzen während der Party herein. Timm glaubt jedoch, dass es nur beim Baron sein Lachen wiederbekommen kann, und möchte daher beim Baron bleiben. Während sich die beiden mit letzter Kraft aus der Wüste retten, trifft Timm auf einen alten Mann, der ihm weise Ratschläge gibt, doch ...

Folge 11:
Der Baron hat mit seinem Lachen etliche Personen überzeugt, ihre Firmen an ihn zu verkaufen, doch nun bereuen sie ihren Verkauf. Jeder versucht Timm durch ein großzügiges Angebot auf seine Seite zu ziehen, doch dieser ist nicht interessiert. Derweil wollten Schwester Agatha und Heinreich abreisen, doch sie bringen es nicht übers Herz den Jungen mit seinem Schicksal allein zu lassen und wollen es nochmals versuchen. Timm hat den Baron auf eine neue Geschäftsidee gebracht, wo ...

Folge 12:
Der Baron plant die Einführung eines neuen Wassers, das den Namen Timm tragen soll. Für die Werbung bekommt Timm sein Lachen für 24 Stunden zurück. Timm erstahlt für kurze Zeit, doch sein Lachen bleibt ihm im Halse stecken. Als er mit dem Baron in Hamburg ankommt, planen Schwester Agatha, Heinreich, Timms Mutter und seine Freunde eine weitere Rettungsaktion, wo ...

Folge 13:
Timms Freunde versuchen mit vereinten Kräften an ihn im Hotel heranzukommen, was gar nicht so einfach ist, denn er wird von den Handlangern des Barons gut bewacht. Doch sie schaffen es, Timm eine Nachricht zukommen zu lassen, nun liegt es an ihm, ob er sein Lachen wiederbekommt, denn ...

Kommentar und Hinweise für Eltern

Mit dieser 13teiligen Serie begann das ZDF die Tradition der Weihnachtsserien, in der in den folgenden Jahren noch weitere Highlights wie Silas, Anna oder Oliver Maass folgten. Regie führte Sigi Rothemund (Die Einsteiger), als Vorlage diente der gleichnamige Roman von James Krüss, der Inhalt weicht aber deutlich vom Roman ab. Im Film verkauft Timm Thaler sein Lachen an den Baron, den reichsten Mann der Welt. Dies ist der personifizierte Teufel, der mit dem Lachen von Timm auch die gute Hälfte der Welt ins verderben ziehen will. Der Baron wird von Horst Frank perfekt verkörpert, er spielt den Baron eiskalt und ohne jede Miene, erst als er das Lachen von Timm bekommt, zeigt er menschliche Züge. Sein Name Lefouet (franz.: le fouet = die Peitsche) klingt wie Lefuet und ist Teufel rückwertsgesprochen, was ein direkter Hinweis auf seine wahre Identität ist. Ihm zur Seite steht Anatol, seine rechte Hand, der alles kontrolliert und veranlasst. Die Serie war ein Riesenerfolg mit einem Millionenpublikum, Thomas Ohrner (Manni, der Libero) wurde durch die Rolle des mutigen Timm Thalers über Nacht zum Kinderstar und ist auch heute noch als Moderator und Schauspieler in der Medienlandschaft vertreten.

Die Geschichte fesselt den Zuschauer von der ersten Minute an. Wer einmal mit der Serie begonnen hat, wird diese auch zu Ende sehen. Timm begibt sich in die Hände des Teufels, um sein Lachen zurückzubekommen. Natürlich hat er Unterstützung durch ein paar Freunde. Auch Gott, den man hier in den Charakter des alten Eseltreibers interpretieren kann, hilft dem Jungen mit weisem Rat, doch letztendlich muss Timm es alleine schaffen. Aber der Film hat viel mehr zu bieten als eine fesselnde und fantasievolle Geschichte, liebevoll angelegte Charaktere und tolle Kulissen. Er vermittelt einige grundlegende Lebensweisheiten. Er zeigt, dass Geld nicht alles ist, dass sich das Böse hinter einer Maske verbirgt und so verlockend ist, dass man nur schwer wiederstehen kann. Es wird auch gezeigt, dass man sich Glück und wahre Freunde nicht kaufen kann, aber das Wichtigste sind, was ein Mensch haben kann. Timm verkaufte sein Lachen, etwas, was für ihn selbstverständlich war, und gewinnt im Gegenzug jede Wette. Sein Lachen vermisst er erst, als es weg ist, und zwar so sehr, das Reichtum und Macht seinen Reiz verlieren. Genau so wie die Menschen ihre Gesundheit als selbstverständlich erachten und sie erst vermissen, wenn sie krank sind.

Die Serie ist für alle Altersklassen geeignet, das Böse kommt nicht wirklich bedrohlich rüber, nur böse. Da die Thematik gerade bei Kindern einiges an Fragen aufwerfen kann, empfehle ich den Film mit Kindern gemeinsam zu sehen, zumal der Film auch Erwachsene anspricht. Die einzelnen Folgen laufen ca. 25 Minuten, für Kinder eine optimale Spielzeit. Zu Beginn gibt ein Sprecher, der immer eine kurze Einführung gibt, was bisher grob geschah, so dass man auch nach einigen Tagen problemlos in die Geschichte findet.

Von dem Film gab es damals auch eine Hörspiel-Serie auf drei LPs mit den Originalsprechern der Serie.

Fazit: Ich war als Kind begeistert von der Serie und auch heute als Vater hat die Geschichte nicht von ihrem Charme eingebüßt. Ein zeitlos schöner Klassiker, den ich jedem nur empfehlen kann, da hier wie oben erwähnt einiges an ideellen Wertern vermittelt werden.

Filmkommentar von: Marcus Littwin

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Universal / MORE / ZDF sowohl als komplette Serie auf 3 DVDs als auch auf drei Einzel-DVDs erschienen. Als Bonus gibt es ein altes Interview mit Thomas Ohrner zur Serie.

Filmbewertung

Unser Gesamteindruck:
Durchschnittliche Besucherwertung:   (48 Stimmen)
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